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zuletzt geändert: 17. 7. 2018
Donnerstag d. 20. Juni 2013

Daumen hoch und runter

Daumen hoch und runter
Am 18.Juni mittags startete ich meinen Rückzug aus der Arktis per Anhalter. Ich stand zwei Stunden, von Verkehr konnte nicht die Rede sein, und ein Auto hielt. Der Junge Mann fuhr unser Duo bis zum McKenzie Fluss. Dann ging es noch am selben Abend bis zum Peel Fluss. Ich schlug mein Zelt auf dem Grundstück von Keith, einem Indianer, auf. Wir hielten noch einen interessanten Schwatz über das Leben im McKenzie Delta bei einem Becher selbstgemachtem Wein. Am andern Morgen fing die Fähre ab 9.00 Uhr an die Ufer zu wechseln. Pünktlich stand ich an der Piste und wurde prompt 200 km weiter zum Bohr camp gebracht. Dabei wurde Nasreddin ganz schön durch gekühlt. An Bord des kleinen Lasters waren verderblich Lebensmittel. Dann wurden die Ausmaße gigantisch. Ein roter 600 PS starker Kenworth Truck hielt und brachte mich 350 km weit bis nach Dawson City. Das Fahrrad wurde am hintern Ende des Hängers mit nur einem Riemen festgezurrt und natürlich kräftig eingestaubt. Mit bis zu 110 km/h fegten wir über die Kiesstraße. Anschließend benötigte ich reichlich zwei Stunden um alles halbwegs von der Staubkruste zu befreien.
Gleich rollen die Räder auf gutem Asphalt, weiter in Richtung Whitehorse.
Km stand 2458

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Manchmal musste ich lange warten

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GemütlicherAbend mit Kieth

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600 PS

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Nasreddin mit "Staublunge"

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Blick nach hinten

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Mit einer Staubkruste bedeckt


Sonntag d. 16. Juni 2013

Mutter Natur hatte das Sagen

Freitag ging es doch nicht durch die Luft in die Wildnis. Ein Buschfeuer ist im benachbarten Yukon ausgebrochen und alle verfügbaren Kräfte, auch unser Hubschrauber, mussten raus zum Löschen.
Wir ließen kurzerhand das Boot zu Wasser und machten uns einen schönen Tag auf den Seen.
Heute ist Sonntag und es regnet. Morgen werde ich mich so langsam um meinen Rückweg kümmern. Schauen wir mal was sich ergibt. mehr Info
Km Stand 2411

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"Stapellauf" am See

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Unverkennbare Nummernschilder des NWT

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Inuviker Stillleben

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Die Kirche der Stadt


Freitag d. 14. Juni 2013

Raus in die Wildnis

Gestern radelte ich noch durch die sonnige Nacht zum Stadtrand von Inuvik. Man entdeckte den Radfahrer und lud ihn zum selbstgemachten Wein ein. Anschließend war ich nicht mehr in der Lage mir einen Platz fürs Zelt zu suchen. Das war auch nicht nötig, denn ich konnte mein Wigwam gleich auf dem Werkstattgelände aufstellen. Heute Morgen wurde ich dann leise geweckt und ins McKenzie Hotel zum verspäteten Frühstück eingeladen. Da mein Gastgeber Greg etwas an seiner Hütte zu machen hatte, fuhr ich kurzerhand mit und half ihm bei der Arbeit. Jetzt sitze ich hier bei meinen Gastgebern in der Wohnstube. Die Frau des Hauses ist Eskimo. Er hat aber noch eine kleine Jagdhütte am Sitigi See. Da dort hin aber keine Straße hinführt, fliegen wir morgen Abend mit dem Hubschrauber in die Wildnis. Das Gewehr steht schon bereit, falls ein Grizzlybär dort an die Tür klopft.mehr Info
Km Stand 2411

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Bei der Arbeit

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Ich durfte auch mal fahren

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Die bekannte Skulpur vorm Info-Center

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Nur etwas Dreck im Gesicht

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Hündin Moon ist immer mit dabei

Donnerstag d. 13. Juni 2013

Inuvik

730 km Piste sind geschafft. Der Dampster Highway liegt jetzt südlich von mir. Inuvik ist erreicht.
Die letzten sieben Tage kurbelte ich auf mittelschwerer Kiesstraße viele Höhenmeter. Dafür wird der Reisende, besonders Der mit dem Fahrrad, mit wunderschönen Landschaften und Begegnungen, hauptsächlich mit den Tieren entschädigt. Ich sah drei Schwarzbären, wobei einer der kleinen Riesen bis ans Fahrrad kam, an den Radtaschen schnüffelte und dann, nachdem ich ihn laut ermahnt habe zu gehen, gemächlich von Dannen zog. Auch einen Grizzlybären konnte ich auf sicherer Distanz von ca. 200 Metern beobachten. Es gab jede Menge Murmeltiere und Kaninchen am Wegesrand. Auch ein Weißkopfseeadler segelte ganz dicht über unser Team hinweg. Aber am besten war die Begegnung mit einer Fuchsdame, die ebenfalls in aller Ruhe an den Packtaschen schnüffelte und überhaupt keine Anstalten machte zu gehen.
Dann war da noch das Problem mit meinem Lebensmittelpacket dass ich in Eagle Plains, auf halber Strecke, deponieren konnte. Als ich die Stelle erreichte war kein Packet da. Da wurde der „Treibstoff“ knapp. Doch die vielen Touristen halfen mir aus. Von einer Schweizerin bekam ich z.B. eine Tafel Schokolade aus ihrem Heimatland, von zwei Geologinnen Riegel und eine Orange…
Als ich an einem Bohr camp zu später Stunde nach Wasser fragte konnte ich bärensicher hinter dem Zaun campieren, wurde zu Dusche und reichlich Essen eingeladen.
Das Packet wurde ausersehen 180 km in Fort McPherson deponiert. Ein Trucker brachte es mir zurück und überreichte es mir an der Piste.
Jetzt sitze ich hier in der Bibliothek, habe zwei Stunden Internet frei um mit der restlichen Welt zu kommunizieren.
Den Rückweg versuche ich per Anhalter nach Dawson zurück. Dann geht’s auf gutem Asphalt weiter. mehr Info
Km Stand 2411

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Not-Kalorienpause bei km 133

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Fast geschafft

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Mitternachtssonne

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Die Fähre über den Mackenzie Fluss

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Am Polarkreis

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Etwas für älter Leute

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Lebensmittelübergabe

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Ein Grizzlybär

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Wasserbeschaffung

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Immer wird man beobachtet

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Grenze zum Nord West Territorium

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Zelten im Bohr Camp

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Der Schwarzbär

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Zwei Dosen Bier gefunden

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Lagerfeuerromantik

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Diese schöne Fuchsdame…

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...interessierte sich für's Fahrrad

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Pistenkoller

Donnerstag d. 6. Juni 2013

Regen im Yukon

Drei Tage des Wartens sind nun vorbei, der Regen hat sich verzogen. Ich werde mich in jetzt aufmachen, die Arktis ein wenig zu erkunden und die 700 km lange Piste des Dempster Highways in Angriff zu nehmen. In Eagle Creek, etwa auf halber Strecke nach Inuvik, habe ich ein Lebensmitteldepot anlegen lassen. Da braucht der Radler nicht ganz so viel Treibstoff mitzuschleppen. Das heiß auch, dass ich für mindestens eine Woche in die nachrichtenfreie Zone verschwinden werde. Hier in Dawson lernt man schnell die einheimischen kennen. Thomas, ein Becker, bereitet für uns gestern das Abendessen. Es gab Lasagne und Himbeerkuchen zum Nachtisch. Da werde ich mich in den nächsten Tagen noch oft dran erinnern. Denn jetzt wird wieder auf Nudeln, Kekse und Haferflocken umgestellt.
Km Stand 1598

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Dawson City

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Der Yukon

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Die Hütte von Jack London

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Der Schiffsfriedhof um Mitternacht

Dienstag d. 4. Juni 2013

Dawson City

Vor knapp einer Woche radelte ich in Fairbanks los. Die Straße war relativ flach und gut geteert.
Den Alaska Highway habe ich vor einigen Tagen verlassen, um auf dem Taylor Highway nach Norden und auf dem Top oft the World Highway nach Osten zu radeln, oder eher keulen? Denn hier, so wusste ich aus eigener Erfahrung geht es ganz schön zur Sache. Riesige steile Rampen, zu vergleichen mit der Rampe der röm. Legion unter Titus bei der Erstürmung Jerusalems im Jahre 70, oder fast so steil stellten sich unserem Duo in den Weg.
Dafür gab es hier noch mehr einsame Stunden zu genießen. Das einzige nennenswerte Nest auf dem Weg war Chicken (Huhn), ein Ort der von 15 ständigen Bewohnern bevölkert wird. Das Stadtzentrum besteht aus einem Saloon, einem Souvenirladen, einem Cafe und einem Posthäuschen. Der Grenzposten liegt auf ca. 1500 Metern. Eine windige Angelegenheit mit ein paar (wahrscheinlich strafversetzten Beamten ), die hier ihren Dienst schieben mussten. Dementsprechend mies drauf war auch der Chef vom kanadischen Zoll. Ich bekam aber meine sechs Monate verpasst und kann den Sommer im zweit größten Land der Erde v verbringen. Die einzig nennenswerte Stadt ist Dawson City, die ich gestern erreichte. Bekannt ist der Ost durch den Goldrausch vor ca. 100 Jahren und die Romane von Jack London (Ruf der Wildnis etc.).
Auch Dieter, ein Weitgereister Fahrrad-Nomad, hat sich hier niedergelassen und betreibt ein kleines B&B mit Zeltplatz. Wie vor 12 Jahren besuchte ich auf einem Schwatz.
Aber noch nicht genug der Einsamkeit, in den nächsten Tagen will ich noch hoch in die Arktis, nach Inuvik. D.h. wenn es das Hochwasser zulässt. Ein Teil der 715 km langen Piste soll noch unterspült sein. Man wird sehen.
Km Stand:1569

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Schönes Spilezeig: 16 mm Pump-Gun

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Am Memiorial Day in Fairbanks

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Der erste Radfahrer war Adam

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Nachtlager am Tanana Fluss

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Das Essen ist hier bärensicher

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Typische Brückenkonstruktion

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Außer Betrieb

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Das Zentrum von Chicken

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Tetlin ist eine Geisterstadt

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An einer Schneewand

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Ein Schneehuhn?

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Wo Altes verschwindet...

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...ist Platz für Neues

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Zum Frühstück gab es Eierkuchen und Tee

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An der Kanadischen Grenze

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In Kanada zählen wieder die Kilometer

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Der ehemalige Weltreisende Dieter

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In Dawson City

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Ein Claim ist abgesteckt

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Per Anhalter unterwegs


Samstag d. 25. Mai 2013

Goldgräber

Die letzten Tage kurbelte ich von Anchorage nach Norden und erreichte mit Nasreddin meinem Drahtesel die Stadt Fairbanks in Nordalaska. Der Highway war gut ausgebaut, der Verkehr dünn, die Steigungen moderat, das Wetter sonnig mit z.T. frostigen Nächten, der Wind fast nicht vorhanden. Mit anderen Worten ein schöner und angenehmer Einstieg. Auch der höchste Berg der Denali war tagelang gut zu sehen. Im Süden fand ich noch eine hohe geschlossene Schneedecke vor. So musste ich eine Nacht mein Zelt auf den Asphalt eines Parklatzes aufstellen. Da ist es gut wenn die „Leinwandvilla“ auch ohne Heringe steht. Auch die Tiere sind hier recht zutraulich, wenn nicht sogar frech. Ein Grey Jay (ähnlich dem europ. Eichelhäher) klaute mir aus meinem Topf ein paar Nudeln. Auch ein Murmeltier, das an der Straße saß, haute nicht ab sondern fauchte den Radfahrer nur an.
In einem kleinen Nest nördlich von Denali Nationalpark ist der Bus hingeschleppt worden, wo Christopher McCandless im August 1992 verstarb. Bekannt ist die Geschichte so richtig seit dem Film „Into the Wild“.
Gestern sah ich mir noch die Transalaska-Pipeline an, stieß dabei auf das Goldgräbernest Fox. Hier gräbt man auch heute noch die Erde nach dem gelben Edelmetall um. Die Nacht verbrachte ich auf einem Privatgrundstück, wurde zum Abendessen, Frühstück und Internet von einer netten Familie eingeladen. Die leben in einem soliden großen Blockhaus. Auch das Grundstück ist gut aufgeräumt. Das ist hier oben eher die Ausnahme. Am Montag ist Memorial-Day. Das möchte ich mir noch ansehen. Dann werden die Räder wieder in die Einsamkeit der Wildnis rollen, nach Dawson City in Kanada.
Km Stand: 829

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Der Winter hat hier noch das Sagen

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Nudeldieb

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Man richtet sich für den Winter ein

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Transalaska Eisenbahn

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Schöne Aussicht

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Am Denali Nationalpark

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Der Magic Bus (In to the Wild)

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Der Zahnkranz musste nachgezogen werden

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Die Murmeltiere sind wieder wach

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Getrockneter Lachs

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An der Ölpipeline


Sonntag d. 19. Mai 2013

Die Karawane zieht los

Nachdem es nun schon zwei Tage geregnet hat, und gestern der Regen in Schnee übergegangen war, lichteten sich die Wolken heute ein wenig und es blieb trocken. Das war ein kleiner Vorgeschmack auf Morgen. Denn da soll so richtig die Sonne scheinen und die Temperaturen nun endlich aus dem Kalten kommen. Dave der mich auf der Straße ansprach, ich war schon auf dem Weg aus der Stadt, ist ein liebenswerter Gastgeber, den ich morgen „Auf Wiedersehen“ sagen muss. So konnte ich Anchorage ein wenig näher kennenlernen, die 300.000 Einwohner zählender Metropole des Nordens und mit Abstand größte Stadt in Alaska.
Km Stand 115

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Ein Elch auf Stadtbesuch

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Mein Gastgeber Dave

Mittwoch d. 15. Mai 2013

Lachs und Eiskrem

Soeben landete die Boeing 767 auf dem kleinen Flughafen in Anchorage. Ich bin trotz One-Way-Ticket freundlich von den Beamten begrüßt wurden und nachdem alle Finger gescannt waren, das Foto von mir gemacht wurde und ein paar Fragen beantwortet waren ohne Stress rein gelassen wurden. Ich hatte gerade angefangen mein Rad zu packen da sprach mich Martin an und lud mich für die Nacht ein. Zum Abendessen gab es natürlich Lachs und Eiskrem und Erdbeeren.


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Der eigentliche Startpunkt: Anchorage

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Durchs Fenster fotogarfiert: der Mount McKinley (6194m)

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Auf einem kleinen Flugplatz entdeckt: ein Buschflieger


Dienstag d. 14. Mai 2013

Im verregneten Hessen

Heute Morgen ging es weit vor um 5 aus den Federn. In Dessau, denn dort hatte ich die Möglichkeit mit einem langjährigen Freund bis Kassel zu fahren. Da war schon so manche Bahnbaustelle „umschifft“. Von Kassel ging es dann mit Regionalbahnen durchs verregnete Hessen. Jetzt sitze ich in Frankfurt am Main und warte dass ich einchecken kann um mich in ein paar Stunden ganz weit zu entfernen, nach Alaska. Und wenn die amerikanischen Zöllner gnädig sind, so wird mir Einlass gegeben. Die letzen vier Mal gab es eigentlich auch keine Probleme.
Km Stand 49

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Mit der Bahn durch den Regen

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Erste Lesestunde auf dem Flughafen



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