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zuletzt geändert: 15. 9. 2018
Sonntag d. 3. August 2014

Von kalt nach warm

Nachdem unsere Fußballnationalmannschaft den Weltmeistertitel geholt hat, hat sich der Weltenradler auf den Weg gemacht, weiter nach Süden. Noch etliche Tage strampelte ich auf der Altiplano durch den Süden Boliviens. Die Nächte schienen immer kälter zu werden. Ich hatte teilweise minus 10–12 Grad unter dem Gefrierpunkt kurz vor Sonnenaufgang. Meine Wasserflaschen am Rad waren dann nur noch zwei Eisklumpen, die aber die Tropensonne über den Tag wieder auftaute. Das hat mich an meine Mongoleitour im Jahre 2003 erinnert, wo ich auch am Tage teilweise minus 16 Grad hatte. Nur hatte ich damals einen dicken Daunenschlafsack mit im Gepäck. Doch hier kam meine Ausrüstung an ihre Grenzen. Ich schlief mit den kompletten Sachen und zog ich noch die Faltgarage über den Schlafsack. Irgendwie gings dann doch. Höhepunkt in Bolivien war der Besuch des größten Salzsees des Landes, den Salar de Uyuni auf dem ich auch eine Nacht kampierte. mehr Info Da konnte ich mir das Salz für die allabendlichen Nudeln dann sparen. An der Grenze zu Argentinien verabschiedete sich das Land mit einem deftigen Sandsturm von unserem Duo. In Argentinien war ich dann bemüht erst einmal wieder auf „Überlebenshöhe“ runterzufahren. Zwei Tage rollte ich den Rio Grande – der in der Trockenzeit eher einem Rinnsal gleicht- hinunter, dann war ich in der Ebene und schließlich in der Provinz Formosa. Hier gab es im Prinzip nur eine Asphaltstraße, die sich schnurgerade durch die flache Savannenlandschaft zieht. Die Temperaturen sind hier schon wieder fast zu warm, mehr als 25 Grad. Aber im Sommer soll es hier über 40 Grad warm werden. Doch alles ist jetzt schon wieder Geschichte. Heute habe ich die Stadt Clorinda und somit die Grenze zu Paraguay erreicht, konnte mich bei der örtlichen Feuerwehr einquartieren und habe endlich wieder mal einen Internetzugang.
Km Stand:29443 Facebook

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Auf dem Weg ins Dorf (Bolivien)

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Polizeikontrollpunkt (Bolivien)

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Mittagspause (Bolivien)

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Familie in der Morgensonne (Bolivien)

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Besuch am Lager (Bolivien)

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Abendstimmung auf der Altiplano (Bolivien)

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Alte Bahnstation (Bolivien)

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"Hier wird nicht mehr gesungen - die Lieder sind verklungen" (Bolivien)

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Ein Lama! (Bolivien)

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Salziges Nachtlager auf dem Salar de Uyuni (Bolivien)

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Morgentlicher Blick aus dem Zelt (Bolivien)

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Und hier fährt doch noch was! (Bolivien)

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Es ist hier Trockenzeit (Bolivien)

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Auf dem Bahnfriedhof in Uyuni...

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...ist eine ganze Ära bestattet (Bolivien)

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Super Landschaft (Bolivien)

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Etliche Dörfer sind verlassen (Bolivien)

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Geschlafen habe ich im Klassenraum (Bolivien)

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Dorffußballmannschaft (Bolivien)

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Bolivianischer "Pistenkoller"

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Fitnessausfahrt (Argentinien)

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Hier hält schon lange kein Zug mehr (Argentinien)

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Flach und kalt begrüßte mich Argentinien

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Nicht nur ich genoss die Morgensonne (Argentinien)

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Kakteenwald (Argentinien)

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Raus aus den Tropen (Argentinien)

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Endlich mal wieder Gleichgesinnte (Argentinien)

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Wochenendausritt (Argentinien)

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Schon viele Wochen unterwegs nach Machu Picchu...

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...Julio mit Maulesel (14) und Pferd (8) (Argentinien)

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Im Busch der Provinz Formosa (Argentinien)

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Müllentsorgung an der Straße (Argentinien)

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Bierpause (Argentinien)

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Kleinbauern (Argentinien)

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"Stachelbaum" (Argentinien)

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Auf einsamer Straße in Formosa (Argentinien)


Montag d. 7. Juli 2014

Weiterreise verzögert

In den letzten Tagen hat sich der Weltenradler ein paar Sachen in der Nähe angesehen. Mit dem Bus wurde der Titikakasee besucht und die Weltkulturerbestätte Tiahuanaco angesehen. Tiahuanaco ist eine sehr bedeutende Ruinenstätte der Prä-Inka-Kultur. Der Ort liegt auf der Altiplano auf knapp 4000 Metern Höhe. Es ist immer noch nicht ganz geklärt wie die Menschen damals das sehr harte Gestein so exakt bearbeiten konnten. An dieser Stelle weilte ich vor 14 Jahren das erste mal, als ich mit dem Fahrrad von La Paz nach Cusco unterwegs war.
Den vergangenen Monat wollte ich in La Paz noch voll machen, um dann auch später im Süden des Kontinents so langsam in die richtige Jahreszeit zu „rutschen“.
Die Zeit wurde auch genutzt um weiter an den Texten für ein Buch zu arbeiten was ich evtl. nach dieser Reise veröffentlichen werde.
La Paz heiß übersetzt „der Frieden“. Aber es war für mich hier leider nicht immer so friedlich. Vor drei Tagen hatte ich Kontakt mit zwei jungen kriminellen Elementen. Es wurden umgerechnete fünf Euro erbeutet. Geblieben ist bei mir eine Platz wunde an der rechten Augen braue. Am kommenden Freitag werden die Fäden gezogen. Dann kanns endlich losgehen.
Unter dem Motto: „Die Hunde bellen, doch die Karawane zieht weiter“.
Km Stand: 27207 Facebook

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Die Kirche von Copacabana am Titikakasee

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In der Kapelle in Copacabana

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Abend am Titikakasee

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Rituelle Feuer in El Alto

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Die alten Vehikel "Made in USA" rattern hier immer noch

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Relief im "Versunkenen Hof" in Tiahuanaco

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Exakt behauener Stein auf dem Ruinenfeld Puma Punku

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Das berühmte Sonnentor in Tiahuanaco

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„El Fraile“ (der Mönch) scheint über Tiahuanaco zu wachen

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La Paz...

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...und der Illimani


Donnerstag d. 19. Juni 2014

Ganz dünne Luft

Die Zeit verfliegt hier in La Paz wie im Fluge und ich werde hier wahrscheinlich den Juni noch voll machen bevor ich wieder in die Pedalen trete. Hier oben scheint sich die ganze Reiseszene zu treffen. Ein paar normale ein-zwei-Monate-Urlauber sind auch darunter.
Aber man sollte nicht denken der Meixner sitzt nur in seiner Kammer. Es gibt hier eine ganze Menge zu entdecken und zu tun. Vorige Woche war ich für drei Tage Sport klettern am für mich sehr ungewöhnlichen Konglomerat. Gestern kam ich vom Berg zurück. Ich habe als einziger von unserer Vierermannschaft den Gipfel im Alleingang gemeistert und stand um 7 Uhr pünktlich zum Sonnenaufgang auf dem Illimani (6439m).
Vergangenen Samstag konnte ich hier in der Altstadt von La Paz am gigantischen „Gran Poder“ Umzug dabei sein. Der Umzug ist das wichtigste traditionelle Tanz fest in La Paz, mit mehr als 35.000 Teilnehmern und hat eine Länge von 8 km. Dabei wird der Morenada, der Schutzpatronin von La Paz, die meiste Ehre gegeben.
Heute Mittag werde ich mit dem Bus für ein paar Tage den Titikakasee besuchen. Sozusagen ein wenig Urlaub machen.
Km Stand: 27207 Facebook

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Relikte des alten Glaubens

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Graffiti

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Meine Sandalen sind fertig

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Die Altstadt von La Paz ist ein einziger Markt

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Die altehrwürdige San Franzisco Kirche

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Boliviens bunte Stoffe sind weltbekannt

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An der Wand

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Der Zentralfriedhof

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Wichtigstes Verkehrsmittel: der Mikrobus

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Auch das ist heute La Paz

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Ein kleiner Schwatz in der Morgensonne

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Essen kann der Fremde hier sehr preiswert

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Das "Gran Poder" Festival...

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...auch im Detail sehr schön

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Mein zu Hause im "Cactus"

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Unsere "Mama"

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Illimani

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Die komplette Mannschaft im Basislager (4500m)

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Im Hochcamp gibt es nicht viel Luxus (5500m)

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Nicht für jeden zu erleben: Sonnenaufgang auf 6400 Meter

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Solo auf 6439m


Sonntag d. 1. Juni 2014

Höhenluft

Die Grenze zum nächsten Land im Reigen meiner Südamerikatour überquerte ich mit einem kleinen Boot. Somit war Bolivien erreicht. Immer noch war der Wasserspiegel der Flüsse im Amazonasgebiet extrem hoch und es regnetete fast jeden Tag. Auch hier im Norden Boliviens. Die ersten 80 km waren geteert, dann gab es wieder Piste, die zum Teil total aufgeweicht war. Die tropische Schwüle tat ihr übriges um den Wunsch zu verspüren so schnell wie es geht hier raus zu kommen. Aber mit schnell ist hier in Bolivien nichts zu machen, vor allem beim Reisen braucht man hier viel Geduld und das nicht nur mit dem Fahrrad. Dann gab es eine Schlechtwetterfront und ich konnte bei einem netten Bauern zwei Tage unter einem Dach lagern, bevor die Karawane auf z.T. sehr schlammigen Pisten weiter durch die Cordillieren ziehen konnte. Die vielen Baustellen camps, die es hier z.Z. gibt, nutzte ich auch um die Nacht sicher zu verbringen. Eine „Nuss“ hatte der Radler dann noch zu „knacken“. Vor La Paz, der Hauptstadt des Landes musste ich noch zum Cumbre Pass hinauf. Vor allen die letzten 1000 Höhenmeter waren, wegen der dünnen Luft, sehr anspruchsvoll. Schließlich war ich auf 4725 Metern Höhe angelangt und verbrachte die Nacht in der eisigen Kälte.
Ich muß ehrlich gestehen, ich habe nicht nur einmal gezeifelt ob es richtig war den Abstecher über Bolivien zu machen. Aber jetzt sitze ich hier im Hostel „Kaktus“, habe mich für drei Euro einquartiert und genieße die nächsten Tage hier in der Altstadt von La Paz, wo ich im Zuge meiner Weltumradelung schon einmal weilen durfte.
Es ist wieder mal schön hier oben bei den Andenvölkern zu sein. Wenn ich hier weiterziehe werde ich noch viele Tage auf der sog. Altiplano, auf dem Weg nach Süden, die Höhenluft schnuppern.
Km Stand: 27207 Facebook

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Das Rad ist etwas zu groß

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Grenzübertritt per Boot

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On the Road

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Fette Beute (eine Kuh)

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Erste Pause in Bolivien

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Amazonashaus

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Guck mal was Ich hier habe

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Immer wachsam

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Waschtag

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Mittagspause im Restaurant

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Es gab Reis mit Tomate

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Truck Stop

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Nichts geht mehr

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Staubmaschinen

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Drei "Verrückte"

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Warten auf besseres Wetter

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Auf dem Weg nach Hause

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Hier wird doch nicht etwa gearbeitet

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Kokablätter

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Nach einer Sandfliegenattacke

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Warten bis der Schutt weg ist

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Etwas zu schnell die Kurve genommen

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Ein Blick in die Cordilieren

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Reisegesellschaft

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Armee

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Blick in den Abgrund

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Der Ort Santa Helena

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Gut gesalzene Radhose

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Über den Wolken

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Bequem aber laut

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Hier legte ich eine Spiegeleierpause ein

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Der Weg zum Pass führt nach oben

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Die Kraftfahrer enden nicht selten im Abgrund

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Morgendlicher Besuch auf 4725 Metern Höhe

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La Paz


Montag d. 12. Mai 2014

Fieber und Schlamm

Von Manaus gibt es für den Reisenden zwei Möglichkeiten der Weiterreise. Der Standardweg würde mit einer Fähre über den Amazonas in Richtung Osten bis nach Belem führen, von da an auf guten Straßen nach Süden. Es gibt aber noch eine Möglichkeit über Land weiter zukommen. Da existiert diese ehemalige Asphaltstraße durch den Amazonaswald runter nach Porto Velho, die BR 319. Ich versuchte es und musste feststellen, dass dieser Strecken abschnitt zu den sehr harten zählt, den ich unter die Räder genommen hatte. Es gab zwar noch ein paar Fetzen Asphalt aber alles andere bestand mehr oder weniger aus feinem Staub oder Lehmsand.
Wenn alles trocken wäre würde der Rad reisende hier gut vorwärts kommen. Doch der tägliche Regen hier im Amazonasbecken ließ mich manchmal verzweifeln. Dann bestand die Piste aus klebrigem Lehm, der sich überall festsetzte. Vor allem zwischen Reifen und Schutzblech quetschte sich das Zeug, bis sich zum Teil nichts mehr drehte. Der schlechteste Teil der BR 319 war ca. 400 km lang. Da war es auch sehr einsam. Ein-zwei Motoradfahrer traf ich hier pro Tag, das wars. Viel zu viel Regen in diesem Jahr ließ die Flüsse übermäßig ansteigen. Etliche Hütten standen unter Wasser. Eine Brücke, über die ich drüber musste, war auch überflutet. Vor ein paar Tagen hatte ich 38.8`C Körpertemperatur und hatte auch ein kleines Tief.
Aber alles Geschichte. Heute habe ich Porto Velho erreicht und befinde mich seit zwei Tagen auf gut gewalztem Asphalt.
Km Stand: 25814 Facebook

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Fischerboote in Manaus

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Frisch gefangen

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Die ehrwürdige Oper in Manaus

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Termiten bauen wassersicher

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Fähre über Rio Negro und Amazonas

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Häuser an einem Amazonasfluss

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Schlammbad

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Auch Nasreddin kam nicht zu kurz

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Eine der besseren Brücken

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Einer der schlechteren Abschnitte

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Mit Motorkraft nach Norden

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Rechts vor links

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Nachtlager auf einem Asphaltfetzen

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Im Morgennebel

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Buschmann

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Die Brücke ist unter Wasser

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Eine der wenigen Hütten

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Wundgescheuerter Fuß

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Dschungelkinder

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Frische Jaguar oder Pumaspur

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Riesenkäfer

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Kaufladen

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Geliebt und gehaßte BR 319


Dienstag d. 29. April 2014

Amazonas

„Vor allem Brasilien ist zu einem wirtschaftlichen Giganten herangewachsen, der es mit den traditionellen Mächten aufnehmen kann…“ Peter Scholl Latour
Als ich vor mehr als einer Woche die Grenze nach Brasilien überquerte rollte ich in ein entwickeltes Land hinein. Schon im Grenznest Pacaraima war das Angebot an Lebensmitteln auf mitteleuropäischen Niveau. Ein krasser Gegensatz zu Venezuela, wo auch auf Grund der aktuellen politischen Lage eine Mangelwirtschaft herrscht, die ich nicht mal aus meiner DDR her kannte. Manchmal gab es nicht mal Tee oder Nudeln.
Auf sehr gutem Asphalt rollte ich zügig nach Süden und erreichte die Stadt Boa Vista. Hier fing dann der grüne Urwald so richtig an. Grün bedeutet natürlich auch Regen. Und den gab es täglich. Das machte das Vorwärts kommen nervig. Alles ist nass und wird bleibt auch bei Sonnenschein feucht. Meine Kette musste ich täglich ölen. Dafür sind die Brasilianer ein sehr freundliches Volk. Jede Nacht fand ich ein Dach, wo ich mein Mückennetz aufstellen konnte, wurde zu Abendbrot und Gespräch eingeladen. Wobei letzteres ein echtes Problem für mich war. In den letzten Wochen hatte ich mich über ein paar bescheidene Fortschritte in der spanischen Sprache gefreut. Doch hier wird portugiesisch gesprochen. Da fängt dann der Reisende notgedrungen wieder an Wort für Wort zu pauken.
Ein Streckenabschnitt von 123 km führte mich durch das Reservat des Volkes der Waimiri Atroari. Hier wurde dem Radler empfohlen das Rad auf einen Laster zu verladen oder in einem Stück am Tage durchzufahren. Ich strampelte.
Im Moment weile ich in der Amazonasmetropole Manaus, mit seinen 2 Mio Einwohnern, habe mich in das Gästehaus oder auch Backpacker genannt einquartiert und genieße hier oben im tropischen Brasilien die Zeit. Wer hier oben eine Tour durch den Dschungel machen möchte, für den hätte ich vielleicht einen Tip. Bekannte von mir arbeiten bei den Backpacker Tours und man kann sehr gut englisch, was hier nicht selbstverständlich ist. mehr Info
Der nächste Strecken abschnitt nach Porto Velho auf der Straße Nr. 319 wird wahrscheinlich grenzwertig werden. Dort fehlt nämlich auf ca. 500 km der Asphalt. Wenn es da noch regnet wird‘s hart.
Km Stand: 24907 Facebook

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Freunde in Sta. Helena (Venezuela)

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Die Grenze nach Brasilien

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Bananenblatt nach dem Regen

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Ausgebrannt...aber nur der VW Bus

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Ein etwas schüchterner Blick

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Muss auch mal sein: Luft nachpumpen

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Gerade an der Straße...

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...lauert oft der Tod

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Bei der Millitärpolizei in Boa Vista

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Einkaufsbummel

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Richtung Manaus

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Umgekippter Laster

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Der Wald blüht...

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...und grünt

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Am Breitengrad 0,00 (Äquator)

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Der Radtourist aus Mexiko...

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...hat Sitzprobleme?

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Das war mal ein Frosch

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Hier verkauft man auch Tukuma...

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...eine Frucht die hier an Palmen wächst

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Der Beginn des Reservats

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Rechts und links eine grüne Wand

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Besucher am Morgen

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Die Straße wird gut in Schuss gehalten

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Die neue Amazonas Arena

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Historisches Haus in Manaus

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Am Rio Negro


Sonntag d. 13. April 2014

Ein super Abschluss

Was wurde nicht alles über dieses Land erzählt und gewarnt. „Es ist gefährlich, fahr da nicht hin, das überlebst du nicht.“ Nun darf ich berichten, dass Venezuela sehr gut war und auch ein schöner Auftakt meiner Südamerikatour. Seit drei Tagen verweile ich nun schon in Sta. Helena in Grenznähe zu Brasilien, dem fünftgrößten Land unsere Erde und genieße die freien Tage um mich zu erholen und auch mental auf den Amazonas vorzubereiten. Auf dem Weg hier runter traf ich auf sehr freundliche Menschen. Ich bekam Bananen (Platanos) mit auf den Weg, wurde zum Bier und Essen an der Straße eingeladen und in San Felix bleib ich bei einer netten für einen Tag hängen. Auch hier unten im Südosten des Landes habe ich Quartier bei Rosmary und ihrem Sohn Roldan. Gestern waren wir in der steppigen Gegend wandern und besuchten eine kleinen Lagune, die durch einen klaren Bach gespeist wurde.
Auf dem Weg hierher durchquerte ich das Gebiete der Goldminen, wo auch viel illegal geschürft wird und oft viel Quecksilber im Spiel ist. Auf dem Weg nach oben in die Grand Sabana hatte mich ein tropischer Regen begleitet. Dafür wurde unser Duo am anderen Tag mit weiten Blicken über die einmalige Landschaft mit seinen riesigen Tepuis (Tafel berge) belohnt.
In den nächsten Tagen wird die Karawane weiterziehen und ein neues Land erkunden: Brasilien!
Km Stand: 23838 Facebook

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Gute Energie: Platanos

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Nicht zu gesund: Speckschwarte?

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Gepinselter Wahlkampf

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Meine Gastgeber in San Felix

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Mono heißt Affe auf spanisch

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Ganzkörperdusche

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Kleiner Frechdachs

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Auf 1440 Meter Höhe in der Gran Sabana

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Neugierig

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Brandrodung

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Gruppenfoto

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Einsame Straße

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Nachtlager

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6.00 Uhr morgens vom Zelt aus fotografiert

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Immer fleißig: Blattschneideameisen

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Die kleine Lagune

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Abendstimmung


Donnerstag d. 3. April 2014

Urlaub von der Reise

Nur knapp fünf Tage schwitzte ich mich durch die ebenen im Norden Venezuelas. Dann erreichte unser Duo die Stadt Ciudad Bolivar. Hier ließ ich mein Fahrrad im Gästehaus Don Carlos in der Altstadt zurück und flog mit einem Buschflieger nach Süden. Die Cessna landete in Canaima einem kleinen Ort im gleichnamigen Nationalpark, der zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Hier quartierte ich mich in einem schönen Haus ein, bekam drei Mahlzeiten am Tag und konnte mal etwas abspannen. Der Nationalpark ist bekannt für seine Tepuis (Tafel berge) und auch den Angel Wasserfall mir 979 Metern Höhe der höchste frei fallende Wasserfall der Erde. Allerdings befinden wir uns hier in der Trocken zeit, was für den Radfahrer von Vorteil ist, für den Wasserfall eher nicht. Anstelle einer Bootstour zum Salto Angel gab es aus Wassermangel im Fluss einen Rungflug zum Wasserfall. Viel H2O kam allerdings nicht den Fels herunter aber ich konnte ihn wenigstens einmal sehen.
Soeben bin ich wieder in Ciudad Bliviar am Orinoco gelandet, konnte, wie fast immer, neben dem Piloten sitzen und freue mich auf die Weiterfahrt auf dem Land weg nach Brasilien.
Km Stand: 23102 Facebook

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Romulo begleitete mich aus Caracas

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Hier gab es Casabe (hartes Maisbrot)

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Das müssten Rosa Flamingos sein

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Lager zwischen Traktor und Öltonne

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Hier kaufte ich zwei Würstchen zum brutzeln

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Brücke über den Orinoco

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Ciudad Bolivar hat eine schöne Altstadt zu bieten

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Typisches Langboot

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Abend am Orinoco

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Im Gästhaus Don Carlos

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In der Ferne sind Tepuis zu sehen

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Aus einem Stamm gefertigt

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Schöne Wasserspiele der Natur

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Die Gran Sabana

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Einer der vielen Buschpiloten

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Der Angel Fall

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In Canaima wird man aus der Luft versorgt (Antonov)

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Man schält sich mal wieder

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Mein zu Hause im Nationalpark

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Morgens am Carrau Fluss

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Seltene Orchideenart

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Papageien: laut, frech...

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...und bunt


Dienstag d. 25. März 2014

Auf gehts

Fast 14 Tage hänge ich hier nun schon wieder in Caracas. Heute endlich kam das Paket von einem Sponsor durch den Zoll in die UPS Station weit im Osten der Hauptstadt an. Romulo ist mit mir gleich hin und wir haben den Karton mit wichtiger Ausrüstung nach etwas drängeln mitnehmen können.
Gestern Nacht ist der Strom in unserem Viertel auf Grund einer Brandes in einer Trafostation ausgefallen. Das war weit nach Zwölf Uhr. Sofort fing ein gemäßigtes Chaos an. Es wurde mit Trillerpfeifen, Tröten und das typische auf den Topf schlagen protestiert. Da sind die friedlichen Mittel der Regierungsgegner. Als ich zum Fenster lief fielen in den dunklen Straßen unter uns etliche Schüsse.
Die Lage besserte sich auch heute bis zum späten Nachmittag nicht. Durch den fehlenden Strom ratterten viele U-Bahnen nicht, so dass in der Stadt das totale Chaos ausbrach.
Wenn man einen guten Freund hat der einen umsorgt und die ganzen Sachen hier managed ist das hier in der zweit gefährlichsten Stadt Amerikas überlebensnotwendig.
Die freie Zeit nutzten wir auch zum Sport klettern, die deutsche Siedlung Colonia Tovar zu besuchen, wandern zu gehen, Freunde zu besuchen, zur Demo zu gehen und von unseren Reisen zu erzählen. mehr Info
Nach einem Monat körperlichen Stillstand bin total froh dass ich morgen wieder die Räder drehen lassen kann.
Da fällt mir ein, wenn ich mich nicht verzählt habe, müsste Venezuela das Land Nr. 100! sein, dass ich in meinem kurzen bescheidenen Erdendasein besuchen durfte.
Romulo arbeitet als Tourguide in einer kleinen Agentur. Die veranstalten Touren in kleinen Gruppen zu den Angel Falls. Der Wasserfall ist mit knapp 1000 m der höchste der Welt. Ich habe die Tour für sehr wenig Bolivar (einheimische Währung) bekommen. In ca. Einer Woche werde ich im Zielgebiet sein und mich dann mit einem kleinen Buschflieger in den Canaima Nationalpark aufmachen, bevor sich dann unser Duo der brasilianischen Grenze nähert. mehr Info
Km Stand: 22504 Facebook

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Caracas

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Arm und reich eng beieinander

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Fast wie zu Hause: Colonia Tovar

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Mit der Seilbahn...

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...kann man...

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...die Barrios (Elendsviertel) besuchen

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Ein Blick aus dem Fenster

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Die Regierungsgegner...

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...sind sehr zahlreich

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Nach der Demo erst mal ein Bier

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Grüße von der Kalkwand


Freitag d. 14. März 2014

Südamerika!

Es ist schon viele Jahre her das ich die Spechenräder hier unten auf dem Festland Südamerikas drehen lies. Seit heute Nacht bin ich in Caracas, der Hauptstadt Venezuelas. Kubas ist somit Geschichte und die sechs Wochen auf der Insel vergingen wie im Fluge. Mein Quartier habe ich im Zentrum dieser Millionenstadt aufgeschlagen, wohne bei Romulo in einem Hochhaus im 18. Stock. Die politische Lage ist hier z.Z. sehr angespannt. Jeden Abend gibt es Demonstrationen. Regierungstreue und Gegner der „sozialistischen“ Regierung stehen sich, im Osten der Stadt mit den vielen Barrios (Elendsviertel) gegenüber. Oft münden die Proteste in Gewalt mit etlichen Toten. Ich bleibe aber friedlich,warte auf zwei Pakete aus Deutschland und will die Zeit hier nutzen um mit meinem Bekannten Romulo klettern zu gehen und die Gegend zu erkunden. Romulo traf ich übrigens 2006 in Meteora, auf dem griechischen Festland. Romulo war damals auf dem Weg nach Indien, mein Weg führte mich nach Afrika. Zusammen mit ihm kletterte ich meine erste 250 Meter wand zwischen den Meteora Klöstern und wir teilten uns ein Stück des Weges durch das Land der Olympischen Spiele.
Hier noch ein kleiner Rückblick auf die kubanische Insel.
Km Stand: 22504 Facebook

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In Familie

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Eingeladen

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Schweinetransport per Fahrrad

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Die Revolution ist überall

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Hühnerbeinsuppe

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Zuckerohrfabrik

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Kubanischer Elektroherd

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Weit verbreitet: die Pferdekutsche

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Zuckerrohr

Amerika-0578
Einkaufsbummel

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Hier verkauft man Brot

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Kleine Reparatur am Mähdrescher

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Man spielt Domino

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Hier gab es auch Papaya

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Am Atlantik in Varadeo

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"Treibstoff"

Amerika-0622
Ochsen im Einsatz

Amerika-0623
Vom Feld zurück

Amerika-0625
Früh am Morgen beim Bauern

Amerika-0626
So was aufgeblasenes

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Zeltplatz unterm Baum

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Links zwei drei

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Gefährliche Kurve

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Jung auf alt (Chevrolet 1955)

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Maler bei der Arbeit

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Wohnquartier in Havanna

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Havannas Altstadt

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Die Hafeneinfahrt von Havanna

Amerika-0657
Das Capitol

Amerika-0662
Mein Laptop war kaputt

Amerika-0663
Kuba: das ist Musik...

Amerika-0664
...und Rythmus

Amerika-0665
Da qualmt der Kopf

Amerika-0671
Auf dem Friedhof Christobal Colon

Amerika-0674
Mein zu Hause in der Hauptstadt

Amerika-0675
Warten auf Kundschaft

Amerika-0679
Pink Cadillac

Amerika-0680
Che ist überall

Amerika-0681
Wie wär's mit einem Rum

Amerika-0694
Besuch im Boxclub

Amerika-0692
Weltkulturerbe: die Altstadt von Havanna



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