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zuletzt geändert: 17. 7. 2018
Samstag d. 8. Dezember 2012

Wieder im Norden

Die erste Reisewoche liegt bereits hinter uns. Das Trio hat vorgestern Schweden erreicht. Die Überfahrt von Mukran (Rügen) nach Trelleborg (Schweden) verlief sehr stürmisch. Ich hatte den Eindruck, dass alle Passagiere froh waren die Südküste Schwedens erreicht zu haben. Ansonsten hat sich der Reisealltag sehr gut eingespielt. Hund Helge läuft die ersten 15-20 Kilometer neben dem Rad, dann gibt es was zu fressen und den Rest des Tages muss er in seinem Hänger zubringen. An ihn hat er sich erstaunlich gut gewöhnt. Schweden begrüßte uns mit starkem Regen und Sturm. Jetzt scheint sich das Wetter beruhigt zu haben. Hier ist es, wie wir erwartet haben, sehr grün. Man kann fast überall sein Lager aufschlagen und die Menschen sind auch sehr zugänglich. Ich sitze Jetzt in einem Cafe in Ystad und aktualisiere meine Homepage. Von hier aus soll die Reise per Schiff nach Polen fortgesetzt werden.

Km Stand: 540

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An der Havelquelle im Müritz-Nationalpark

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Viele Achtbeiner gibt es in den Wäldern

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Nachtlager am Waldrand

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Von Bäumen gesäumt sind die Straßen in Mecklenburg

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Backsteingothik auch im kleinsten Dorf

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Das Schloss in Rheinsberg

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Greifswald

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Trist sieht das KdF Bad in Prora (Rügen) aus

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Helges "Wohnmobil"

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Friedhof in Schweden

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Pause auf einem alten Bunker an schwedens Südküste

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Am Stadtrand von Ystad


Mittwoch d. 5. September 2012

Südschweden

Ab Sonntag rollen insgesamt 7 gummibereifte Speichenräder in Richtung Norden. Zusammen mit Freundin und Hund will ich mit zwei Rädern plus zwei Hänger Schweden erreichen. Die Herausforderung besteht nicht darin ferne Länder zu durchfahren oder in der Kilometerleistung, sondern darin, die Tour mit einem 34 kg schweren belgischen Schäferhund zu meistern. Ca. 20 km muss er laufen, den Rest der geplanten 70-80 Tageskilometer muss er im Hänger zubringen.
Man darf gespannt sein.

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Unser Nomadenlager

Dienstag d. 31. Juli 2012

Wieder in Deutschland

Gestern Morgen um 7.00 Uhr landete unsere Boing 737 in Berlin-Tegel. Nachdem ich mein Rad aus der Transportbox gezogen hatte und alles wieder an seinem Platz war, drehten sich die Speichen räder ein letztes Mal auf dieser Reise. In einem Zug kurbelte ich die knapp 160 km nach Hause. Eine schöne, wenn auch viel zu kurze Reise fand gestern gegen Mitternacht ihr Ende.

Km Stand: 3027

Island-Schluss
Sonnenaufgang über den Wolken

Freitag d. 27. Juli 2012

Regenpause in Amerika

Etliche Kilometer folgte ich noch der nördlichen Ringstraße Nr 1, bevor ich mich ins sogenannte Hochland wagte. Aber nach einem kurzen Anstieg war es dann auch schon von den Höhenmetern fast geschafft. Auf der ca. 190 km langen Piste, waren meine Feinde eher die vielen Regenschauer.
Dafür gab es rechts und links der z. T. holprigen Schlängellinie immer mal wieder einen Blick auf riesige Gletscher, dem Langjökull und dem Hofsjökull . Beim Wasserholen an einer Touristenherberge warnte man mich vor einem herannahenden Sturmtief mit Windspitzen bis zu 85 km/h. Ich rettete mich mit einem Gewaltakt zum Asphalt und in einer der Schutzhütten, die es im ganzen Land vereinzelt gibt. In den kommenden Tagen hatte das Tief das Land und den Radfahrer im Griff. Als ich das Nationalheiligtum Pinvellar erreichte, eine Schlucht an in der sich im Jahre 930 36 Goden zur ersten „Nationalversammlung“ trafen, war der Regen so stark, dass ich einen Tag pausieren musste. Mein Zelt stand schon auf der amerikanischen Kontinentalplatte, die im Westen auf die eurasische Platte trifft.
Kurz vor der Hauptstadt Reykjavik, entschied ich mich noch für eine flotte 500 km „Ehrenrunde“ und besuchte den alten Snäfells-Vulkan, der im Westisland das Ende einer großen Halbinsel bildet. Das war ein erhabener Anblick, der 1440 m hohe Riese mir seiner Gletschermütze und auch ein schöner Abschluss meine kleinen Islandrundtour. Jetzt sitze ich in der großen Bibliothek von Reykjavik und bringe Text und Photos ins Netz.
Das Wetter hat sich wieder beruhigt, so als ob nie was gewesen wäre. So ist das hier oben, wo ich nur noch bis Sonntagnacht verweile. Denn knapp zwei Stunden nach Mitternacht wird ein Flugzeug in Richtung Berlin abheben.

Km Stand: 2742

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Der Stagafjörd im Regen

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Karg ist die Landschaft im Hochland

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In Küstennähe sieht es oft bunter aus

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Noch 144 km bis zum Geysir

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In diese Rettunghütte rettete ich mich vorm Regen

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In der Ferne ist der Hofsjökull zu sehen


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Der Asphalt hat uns wieder

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Von Touristen umlagert: der Gullfoss

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Die alten Kirchen sind oft mit Torf isoliert

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Des Radfahreres Treibstoff: Haferflocken-Müsli

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Zeit zum lesen

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Eine Keks-Dünnbier-Pause

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Marco zum dritten Mal getroffen

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Island wurde vor rund 1000 jahren "christianisiert"

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Bei Regen heißt es: abwarten und Tee trinken

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Der Snöfell-Vulkan

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Jeden morgen eine andere Kulisse

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Die Hallgrimskirche, das wahrzeichen Reykjaviks


Dienstag d. 17. Juli 2012

Wild - Schön - Touristisch

Bei sonnigen Wetter und fast Windstille legte unser Fähre in Seydisfjördur, ganz im Osten der großen Insel an. Doch schon am anderen Tag sollte sich das ändern. Ein Nordwind kam so in Rage, dass er sich im Laufe des Morgens zu einem Sturm aufblies und sich unserem Duo in den Weg stellte. Mit maximal 10 km/h drückte ich das Rad vorwärts. Am späten Nachmittag entschied ich mich noch die 32 Kilometer Piste zum Detifoss, dem größten Wasserfall Europas zu fahren. Zum Sturm kam jetzt noch Sand und Staub und das typische „Wellplechpistenprofil“, ein äußerst anspruchsvolle Holperpiste. Kalte Nebelwolken berührten den Boden, eine gespenstische Atmosphäre. Aufgeben konnte ich nicht, denn in dieser vulkanischen Mondlandschaft hätte im alten Vulkanaschestaub so wieso kein Hering mehr das Zelt gehalten. Gegen Mitternacht war ich da und campierte im Windschutz eines Felsabbruchs.
Doch am anderen Morgen war der Spuk vorbei und die Karawane konnte friedlich ihres Weges reisen. Ich holte Marco ein. Wir fuhren einen Tag gemeinsam. Er hätte zwei meiner Bücher im Regal erklärte er mir stolz. Dann trennten sich unsere Wege wieder. Ich schaute mir noch bei Krafla die schwarze Lava an, die eines der vielen Vulkanausbrüche hinterlassen hat. Dort gibt es auch ein geothermisches Kraftwerk, wo aus Dampfdruck aus der Erde Strom erzeugt wird.
Vorbei am Myvatn-See, der viertgrößte des Landes, habe ich heute die Hauptstadt des Nordens, Akureyri erreicht. Das ist auch wieder mal eine Gelegenheit in einem der großen Supermärkte seine Lebensmittelvorräte aufzufüllen. In den nächsten Tagen will ich mich über das sogenennte Hochland wagen. Dort ist man oft auf sich allein gestellt und muss aus den Packtaschen leben.
Insgesamt macht Island riesigen Spaß. Wenn das Wetter stimmt, ist es ein leichtes hier zu reisen. Die einheimische Bevölkerung ist zwar sehr zurückhaltend aber auch sehr freundlich und hilfsbereit.
Die Straßen sind gut ausgebaut und die Landschaft spektakulär.
Hier ist noch ein Überlebenstipp: Was ist zu tun wenn man im isländischen Wald verloren geht?...........Aufstehen!

Km Stand 1822

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Bei Sonne und Rückenwind

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Durchblick zu einem Riesen

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Wasserbeschaffung für das Nachtlager

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Zahariz aus Malaysia war schon ein Jahr auf Radweltreise

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Etwas einegstaubt

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Marco beim Betanken seine Brennstoffflasche

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Auch ein Blick in den Rückspiegel lohnt sich

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Der Dampf kommt aus dem Boden

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Überall zu sehen: Islandpferde

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Viel fotografiert: der Godafoss

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Vorsicht heißer Boden

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An vielen Stellen damft und brodelt es

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Freiluftklo für Warmduscher

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Das Lavafeld bei Krafla

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Bäume, ein eher seltenes Bild auf Island


Mittwoch d. 11. Juli 2012

Im mysischen Norden

Drei Tage Zwischenstopp sind fast vorbei. Ich warte auf die riesige Fähre „MS Norröna“, die noch einmal in Dänemark war und heute Nachmittag dann ihre Fahrt nach Island fortsetzt. Die kleine Inselgruppe im Nordatlantik hat es in sich. Ein mystischer Ort, eine baumlose grüne Inselwelt. Kalt, nebelig, aber auch sonnig kann sie sich zeigen. Von allem gab es etwas. Dafür sind die Menschen sehr zugänglich. Gestern konnte ich mich vor dem kalten Regen sogar in eine feste Unterkunft retten. Die relativ dünne Besiedelung macht das Radfahren nicht undbedingt entspannend. Der Verkehr auf den wenigen Straßen ist recht dicht, die Fahrer rasen ganz schön, Radwege existieren nicht. Trotzdem habe ich mir in der Kürze der Zeit einen kleinen Überblick erradeln können. Gleich am ersten Tag traf ich in Kirkjabour Chris aus Port Angelas aus dem Nordwesten der USA. Er lag mit einem selber gebauten Ruderboot vor Anker, ist bereits von Schottland hierher gerudert und will noch weiter bis nach Island rudern. Ich konnte ein kleines Interview mit meiner Videokamera machen und er zeigte mir sein Boot in dem er manchmal Wochen alleine auf dem Wasser unterwegs ist. Er hat auch schon Island mit einem Kajak umrundet. Für mich war das faszinierend und unglaublich zu gleich. mehr Infos
So vergeht die Zeit und man gewöhnt sich so langsam wieder ans Unterwegssein. Das ist immer wieder schön und interessant, egal wo man reist.

Km Stand: 1298

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Bis zu 800 Autos passen in den Bauch unserer Fähre

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Typische Häuser auf den Färöer-Inseln

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Die kleine Kirche von Saksun

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Pferd und Reiter sind von der Landschaft fastziniert

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Meine Rettung vor Regen und Sturm

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Bewölkt, kalt aber mit schöner Aussicht

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Überall wird man beobachtet

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Chris stellt mir sein Hochseeruderboot vor

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6 Grad und der Wind aus Nord-West

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In der kleinen Altstadt von Torshavn

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Torshavn

Samstag d. 7. Juli 2012

Kleiner Nachtrag

Nachdem ich den letzten Eintrag getätigt hatte, fing es natürlich noch an zu regenen und zu stürmen. Da gab es nur die Flucht in den Wald. Dort stand eine kostenfreie Unterkunft für unser Duo bereit. Jetzt kämpft sich wieder die Sonne durch die Wolken. Dann bleibt nur noch zu hoffen, dass die Wellen nicht zu hoch werden und Thomas nicht wieder seekrank.

Km Stand 1108

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Heute Morgen im Wald


Freitag d. 6. Juli 2012

Jütland von unten nach oben

Heute Morgen rollten die Räder meines Fahrrades nach Hirtshals hinein. Somit habe ich Jütland und Dänemark geschafft. Sonne und Rückenwind blieben unsere treuen Begleiter. Gestern musste ich sogar meinen Sonnenhut aus dem Packsack kramen um mich vor der Strahlung zu schützen. Ansonsten kommt man mit den Dänen nicht so richtig in Gang. Sie sind zwar freundlich aber auch sehr kühl. Immer wenn ich an einem Bauernhof nach einem Platz auf der Wiese gefragt hatte, schickten mich die Leute zu anderen Stellen weiter. Dafür gibt es hier ein gut ausgebautes Netz an freien Rast- und Lagerplätzen. Die sind teilweise mit Wasserhahn, Plumpsklo, Feuerstelle (einschließlich gehaktem Holz) und Schlafboxen oder kleinen Hütten mit Matratzen ausgestattet.
Gesten Abend ging es dann doch noch ein wenig zur Sache, als sich noch sechs sturz betrunkene dänische Radfahrer zu mir ans Feuer gesellten. Das muss ihn ein Vermögen gekostet haben sind doch die Lebensmittelpreise hier oben doppelt bis dreifach so teuer als in Deutschland. Ganz zu schweigen vom Alkohol.
Und noch etwas zum Radfahren: Dänemark hat ein richtig gut ausgebautes Radwegenetz auf dem es sich auch an großen Straßen entspannt reisen lässt.
Morgen legt also die Fähre in Richtung Island ab. Wenn ich mich nicht verzählt habe, müsste das Nr.96 auf der Liste der beradelten Länder sein. Man darf gespannt sein.

Km Stand 1058

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Letzter preiswerter Einkauf in Flensburg

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Blick aus dem Zelt am Morgen

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Ein Besucher am Lager

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Auf der "Grashalmautobahn" unterwegs

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Das Klopapier gab's nur im 6er Pack

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Irgendwo in Dänemark

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Vom Sand umzingelt: Der Leuchtturm von Rubjerg Knude

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Auch um Mitternacht dämmert es noch vor sich hin


Montag d. 2. Juli 2012

Flensburg

Soeben habe ich Flensburg und damit die dänische Grenze erreicht. Ein z.T. kräftiger Rückenwind blies unser Duo gen Norden. Geschlafen habe ich ausschließlich beim Bauern auf der Wiese. Auf der Strecke lag auch das ehemalige KZ Bergen-Belsen. Einen ganzen Vormittag war ich auf dem Gelände und im Dokumentationszentrum. Gestern Abend campierte ich auf einem Milchhof mit 40 Kühen und zwei Hunden. Man brachte mir reichlich Milch und Eier. Es gibt auch deutsche Gastfreundschaft. Jetzt geht’s noch zur Sparkasse ein paar dänische Kronen tauschen und weiter nach Norden. Vor fast genau 10 Jahren radelte ich ebenfalls an dieser Stelle in unser nördliches Nachbarland hinein. Damals hieß das Ziel: Nordkap.
Km Stand 611

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Am ehem. "Eisernen Vorhang"

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Gedenksteine im ehem. KZ Bergen-Belsen

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Man wohnt noch traditionell in Niedersachsen

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"Biorasenmäher" auf dem Elbe-Damm

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Campingplatz beim Milchbauern


Mittwoch d. 27. Juni 2012

Im Harz angekomen

Der erste Tag ist vollendet, 137 km in den Waden und Wernigerode erreicht.
Die Tour ging am Nordharz entlang, teiweise auf Feldwegen, wo ich meinen Magen mit reifen Kirschen füllen konnte. Das Wetter war wechselhaft, der Wind blies mir teilweise heftig ins Gesicht. Morgen lege ich einen Tag Pause ein, bevor ich mich weiter nach Norden aufmache.

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Überall kann man den Sommer sehen

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Der Landkreis Harz ist erreicht


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